Trockenfutter für Katzen richtig füttern
Trockenfutter ist praktisch: Es bleibt lange frisch, lässt sich gut portionieren und bleibt über den Tag hinweg genießbar. Viele Katzenhalter fragen sich jedoch, ob die knusprigen Kroketten der Katze wirklich guttun.
Richtig eingesetzt, schadet Trockenfutter nicht. Wichtig sind die richtige Lagerung, genug Wasser, eine begrenzte Menge als Zwischenmahlzeit und realistische Erwartungen an die Zahnpflege.
Trockenfutter richtig lagern
Trockenfutter enthält Fette und Proteine, die mit der Zeit ranzig werden können. Bewahren Sie das Futter in der Originalverpackung auf, denn diese ist auf die Haltbarkeit abgestimmt. Schütten Sie die Kroketten nicht in eine luftdichte Dose um, ohne die Verpackung mit hineinzulegen, sonst verlieren Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum aus den Augen. Ein kühler, trockener Schrank ist der richtige Platz, nicht der Platz neben dem Herd oder im Sonnenlicht.
Eine geöffnete Packung sollten Sie innerhalb von ein bis zwei Monaten aufbrauchen. Wenn das Futter muffig riecht oder die Katze es plötzlich verschmäht, sind die Fette oxidiert. Kaufen Sie daher lieber kleinere Gebinde, auch wenn die großen Packungen auf den ersten Blick günstiger wirken. Gerade bei einer Einzelkatze lohnt sich die kleinere Menge, weil Sie sonst einen Teil entsorgen müssen.
Für genug Wasser sorgen
Trockenfutter enthält wenig Feuchtigkeit, oft unter zehn Prozent. Nassfutter hat deutlich mehr Wasser. Eine Katze, die nur Trockenfutter frisst, muss ihren Flüssigkeitsbedarf fast komplett über das Trinken decken. Katzen trinken von Natur aus wenig, weil sie als Wüstentiere ihren Wasserbedarf über die Beute decken. Dadurch nehmen sie bei reiner Trockenfutterfütterung schnell zu wenig Wasser auf. Das belastet die Nieren und kann Harnwegserkrankungen begünstigen.
Stellen Sie mehrere Wasserschalen in verschiedenen Räumen auf, am besten nicht direkt neben dem Futternapf. Viele Katzen trinken lieber fließendes Wasser, ein Trinkbrunnen kann die Trinkmenge deutlich erhöhen. Wechseln Sie das Wasser täglich und reinigen Sie die Schalen regelmäßig, denn Katzen meiden abgestandenes Wasser. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Katze genug trinkt, beobachten Sie, wie oft sie am Tag zur Schale geht, und achten Sie auf Anzeichen wie auffällig dunklen Urin.
Trockenfutter als Zwischenmahlzeit
Trockenfutter eignet sich gut als Snack zwischendurch, etwa für das Training oder als Belohnung. Die Kroketten sind klein, lassen sich leicht portionieren und bleiben auch in der Hosentasche oder im Leckerli-Beutel frisch. Ziehen Sie die Snack-Menge von der täglichen Futterration ab. Eine Handvoll Trockenfutter am Tag kann bei einer kleinen Katze schnell ein Drittel des Kalorienbedarfs ausmachen, und die meisten Katzen nehmen davon unbemerkt zu.
Geben Sie Trockenfutter als Zwischenmahlzeit nur in kleinen Portionen. Füttern Sie es aus einem Napf oder verstecken Sie es als Leckerli im Spielzeug, statt es aus der Hand zu geben. So bleibt die Menge kontrollierbar, und die Katze muss sich die Belohnung erarbeiten. Wenn Ihre Katze bereits zu Übergewicht neigt, ersetzen Sie einen Teil des Trockenfutters durch Nassfutter oder reduzieren Sie die Hauptmahlzeit entsprechend. Ein wöchentliches Wiegen hilft, eine langsame Gewichtszunahme früh zu bemerken.
Was Trockenfutter für die Zähne leistet
Viele Hersteller bewerben Trockenfutter mit einem Zahnreinigungseffekt. Katzen zerkleinern die Kroketten meist nur ein- bis zweimal und schlucken sie dann im Ganzen herunter. Der mechanische Abrieb, der bei einem kauenden Hund oder Menschen entsteht, bleibt bei der Katze weitgehend aus. Die knusprigen Brocken reinigen die Zähne also kaum, und Zahnstein sowie Zahnfleischentzündungen lassen sich mit Trockenfutter allein nicht verhindern.
Wenn Sie die Zahngesundheit Ihrer Katze unterstützen möchten, sind spezielle Kauartikel oder zahnfreundliche Futtersorten die bessere Wahl. Diese sind so konzipiert, dass die Katze tatsächlich kauen muss, und können den Zahnbelag mechanisch reduzieren. Regelmäßiges Zähneputzen mit einer speziellen Tierzahnpasta bleibt die wirksamste Methode, und ein jährlicher Zahncheck beim Tierarzt gehört zur Grundversorgung. Trockenfutter ist damit nicht schädlich für die Zähne, aber es ist auch kein Ersatz für Pflege.