Tierfutter-Vorrat im Haushalt clever organisieren

Wer Hunde, Katzen oder mehrere Tiere füttert, kauft Futter oft in größeren Mengen. Das spart Wege und Geld. Ohne richtige Lagerung verlieren Trockenfutter, Nassfutter und Snacks bei Wärme, Feuchtigkeit oder Licht an Qualität. Bei mehreren Tieren landet schnell das falsche Futter im Napf.

Ein fester Lagerort, ein einfacher Einkaufsrhythmus und eine klare Trennung nach Tierart halten den Vorrat frisch und übersichtlich.

Futter kühl, trocken und dunkel lagern

Trockenfutter gehört an einen kühlen, trockenen und dunklen Ort. Ein Schrank in der Küche oder ein Regal im Abstellraum eignet sich besser als ein Platz direkt neben dem Herd, über der Heizung oder im sonnigen Fenster. Wärme und Feuchtigkeit lassen Fett ranzig werden und begünstigen Schimmel. Licht zersetzt empfindliche Inhaltsstoffe.

Bewahren Sie das Futter in der Originalverpackung auf oder füllen Sie es in einen dicht schließenden Behälter. Die Originalverpackung enthält das Mindesthaltbarkeitsdatum und die Chargennummer, die bei einer Reklamation wichtig sein kann. Wenn Sie umfüllen, übertragen Sie das Haltbarkeitsdatum auf den Behälter oder schneiden Sie den entsprechenden Teil der Verpackung aus und legen ihn dazu.

Der Lagerort sollte für Tiere unerreichbar sein. Hunde öffnen mitunter selbst dicht verschlossene Tüten, wenn der Vorrat in Reichweite steht. Ein Vorratsbehälter mit Deckel oder ein abschließbarer Schrank verhindert, dass sich das Tier an der Futtermenge bedient. Auch von Putzmitteln und anderen Chemikalien sollte der Futtervorrat getrennt stehen, damit nichts verwechselt wird oder Dämpfe ins Futter ziehen.

Futter nach Tierart trennen

In Haushalten mit Hund und Katze oder mit Tieren, die unterschiedliches Futter benötigen, passieren Verwechslungen schnell. Katzenfutter ist anders zusammengesetzt als Hundefutter und umgekehrt; dauerhaft das falsche Futter zu füttern, kann zu Mangelerscheinungen führen. Deshalb bekommt jede Tierart ihren eigenen Bereich.

Das geht am einfachsten mit getrennten Fächern oder Behältern, die Sie beschriften. Schreiben Sie den Tiernamen und die Futtersorte auf den Deckel, zum Beispiel „Kater Max, Trockenfutter" oder „Hündin Lotta, Sensitiv". Wer lieber mit Farben arbeitet, nutzt für jede Tierart eine andere Behälterfarbe. Das erleichtert auch anderen Haushaltsmitgliedern den Griff zum richtigen Vorrat.

Trennen Sie außerdem Tierfutter von Lebensmitteln für Menschen. Das gilt besonders für rohes Fleisch, etwa bei der Fütterung mit BARF. Rohes Fleisch lagern Sie abgedeckt im Kühlschrank, getrennt von Lebensmitteln, und verarbeiten es mit eigenem Besteck und eigenen Brettern. So vermeiden Sie, dass Keime auf menschliche Nahrung gelangen.

Nach Verbrauch einkaufen

Richten Sie den Einkauf nach dem tatsächlichen Verbrauch, nicht nach Sonderangeboten. Prüfen Sie vor der Bestellung, wie viel von jeder Sorte noch da ist, und kaufen Sie nur nach, was Sie in absehbarer Zeit verbrauchen. Eine Faustregel: Eine neue Packung kommt erst in den Vorrat, wenn die laufende Packung zur Hälfte aufgebraucht ist. So bleibt der Bestand klein und übersichtlich.

Achten Sie beim Einräumen auf die Reihenfolge. Neue Packungen stellen Sie nach hinten, ältere nach vorne, damit zuerst verbraucht wird, was früher abläuft. Das Prinzip „first in, first out" verhindert, dass hinten im Schrank Packungen liegen, deren Mindesthaltbarkeitsdatum längst überschritten ist.

Ein kleiner Puffer von ein bis zwei Wochen ist praktisch, wenn das gewohnte Futter kurzfristig ausverkauft ist oder das Tier krank wird und eine andere Sorte braucht. Größere Hamsterkäufe lohnen sich nur, wenn Sie sicher sind, dass das Futter bis zum Verbrauch haltbar bleibt und Ihr Tier es auch frisst. Gerade bei Nassfutter und Snacks kann sich der Geschmack ändern oder das Tier das Futter verweigern. Ein zu großer Vorrat endet dann im Müll.

Geöffnete Packungen verschließen

Geöffnetes Trockenfutter gehört in einen dicht schließenden Behälter oder in die gut verschlossene Originaltüte. Feuchtigkeit lässt die Kroketten aufweichen und kann Schimmel bilden. Messen Sie das Futter mit einem sauberen, trockenen Löffel oder Becher ab und fassen Sie nicht mit nassen Händen in die Packung.

Angebrochenes Nassfutter aus Dosen oder Schalen bewahren Sie abgedeckt im Kühlschrank auf. Die meisten Hersteller geben auf der Verpackung an, wie lange das geöffnete Produkt haltbar ist. Richten Sie sich nach dieser Angabe. Füttern Sie Reste nicht mehr, wenn sie unangenehm riechen oder sich verfärbt haben. Futter, das Ihr Tier nicht gefressen hat, entsorgen Sie spätestens nach einigen Stunden, damit keine Bakterien wachsen.

Reinigen Sie Vorratsbehälter regelmäßig mit warmem Wasser und Spülmittel und trocknen Sie sie gut, bevor Sie neues Futter einfüllen. Fettreste werden sonst ranzig und ziehen Insekten an.