Tierbedarf online planen und auf Vorrat kaufen
Wer Futter, Streu und Pflegeprodukte online bestellt, spart Zeit und oft Geld: Großpackungen und Abo-Rabatte sind günstiger als der Einkauf im Fachgeschäft. Damit der Vorrat nicht verdirbt oder ungenutzt im Schrank steht, müssen Sie den Verbrauch Ihres Tieres kennen und die richtige Lagermenge wählen. Achten Sie außerdem auf die Haltbarkeitsdaten.
Was beim Futterkauf zählt
Das Angebot an Futter, Snacks und Pflegeprodukten ist groß. Vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch die Inhaltsstoffe und die Herkunft der Rohstoffe. Prüfen Sie außerdem, ob das Futter zum Alter, Gewicht und Gesundheitszustand Ihres Tieres passt. Ein junger, aktiver Hund braucht eine andere Zusammensetzung als ein älteres Tier mit empfindlichem Magen. Bei Katzen spielt die Neigung zu Harnwegsproblemen eine Rolle.
Viele Shops haben Filterfunktionen. Damit sortieren Sie nach Tierart, Lebensphase und Futterform. Auch besondere Bedürfnisse wie getreidefrei oder hypoallergen lassen sich so herausfiltern. Nutzen Sie diese Filter, statt sich von Rabattaktionen zu einem Produkt verleiten zu lassen, das Ihr Tier gar nicht verträgt. Ein günstiger Sack Futter nützt nichts, wenn das Tier ihn nicht frisst oder mit Verdauungsproblemen reagiert.
Vorrat richtig planen
Bevor Sie große Mengen bestellen, sollten Sie den tatsächlichen Bedarf Ihres Tieres kennen. Wiegen Sie das Futter ab, das Ihr Tier pro Woche frisst, und rechnen Sie daraus den Monatsbedarf. Ein Sack Trockenfutter reicht je nach Größe des Hundes und Tagesration unterschiedlich lange: von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Planen Sie den Vorrat so, dass Sie nie mehr als zwei bis drei Monate im Voraus kaufen, denn auch Trockenfutter verliert mit der Zeit an Nährstoffen und Geschmack.
Berücksichtigen Sie außerdem, dass sich der Bedarf ändern kann. Bei einem Welpen steigt die Futtermenge mit dem Wachstum, bei einem kranken Tier kann der Tierarzt eine andere Diät verordnen. Ein zu großer Vorrat wird dann zum Problem, weil Sie das Futter nicht mehr verwenden können. Kaufen Sie daher lieber etwas weniger und bestellen Sie nach, wenn Sie sicher sind, dass das Futter vertragen wird.
Futter richtig lagern
Die richtige Lagerung entscheidet darüber, ob das Futter bis zum Ende der Packung frisch bleibt. Trockenfutter gehört in einen luftdichten Behälter, der kühl und trocken steht. Die Originaltüte sollten Sie dabei im Behälter lassen, weil sie die Fett- und Feuchtigkeitsbarriere bildet, die das Futter schützt. Schütten Sie das Futter nicht einfach lose in den Behälter. Sonst kommt Sauerstoff an das Futter. Die Fette oxidieren schneller, und das beeinträchtigt Geschmack und Nährstoffe.
Bei geöffneten Fleischprodukten wie Hundewürsten ist mehr Vorsicht nötig. Sauerstoff und Wärme lassen Fette oxidieren und bieten Bakterien eine gute Oberfläche. Ein häufiger Fehler ist, die Schnittfläche offen liegen zu lassen oder die Wurst in Frischhaltefolie zu wickeln. Die Folie schließt nicht dicht genug ab. Besser ist es, die Wurst in einem verschließbaren Behälter oder in einem Gefrierbeutel mit möglichst wenig Luft im Kühlschrank aufzubewahren. Reste, die Sie nicht innerhalb weniger Tage verbrauchen, können Sie portionsweise einfrieren und bei Bedarf auftauen.
Abos und Rabatte nutzen
Viele Online-Shops bieten Abo-Services an, bei denen Sie Futter und Streu in regelmäßigen Abständen automatisch geliefert bekommen. Sie müssen dann nicht mehr daran denken, rechtzeitig nachzubestellen, und sparen oft Geld. Der Zoohändler zooplus zum Beispiel gewährt auf die erste Abo-Bestellung einen Rabatt von 15 Prozent und bietet Club-Mitgliedern zusätzliche Vorteile. Auch die Eigenmarke zooplus Originals verspricht dauerhaft günstigere Preise.
Ein Abo lohnt sich aber nur, wenn Sie den Lieferrhythmus an den tatsächlichen Verbrauch anpassen können. Prüfen Sie vor dem Abschluss, ob Sie das Lieferintervall flexibel ändern oder pausieren können. Ein Abo, das alle vier Wochen eine große Packung liefert, obwohl Ihr Hund nur alle sechs Wochen so viel frisst, führt sonst zu einem überfüllten Vorratsschrank. Rechnen Sie den Monatsbedarf aus. Wählen Sie das Intervall so, dass die neue Lieferung eintrifft, bevor der Vorrat aufgebraucht ist, aber nicht so früh, dass Sie mehrere Packungen parallel lagern.
Pflege und Zubehör mitbestellen
Neben Futter lohnt es sich, Pflegeprodukte und Verbrauchsmaterial in die Bestellung aufzunehmen, um Versandkosten zu sparen. Shampoo, Ohrenreiniger, Krallenschere und Zahnbürsten sind in der Regel lange haltbar und gut lagerfähig. Gleiches gilt für Katzenstreu und Kotbeutel. Achten Sie bei flüssigen Pflegeprodukten auf das Verfallsdatum und darauf, dass sie kühl und dunkel stehen, damit die Inhaltsstoffe stabil bleiben.
Bei Streu sollten Sie bedenken, dass die Sorten sich stark unterscheiden. Klumpende Streu, Silikatstreu oder Holzstreu haben unterschiedliche Verbrauchsmengen und müssen in verschiedenen Abständen gewechselt werden. Testen Sie eine neue Sorte zunächst in kleiner Menge, bevor Sie einen Großvorrat bestellen. Manche Katzen verweigern eine ungewohnte Streu, und dann steht der volle Sack nutzlos im Keller.