Tierbedarf online bestellen: Worauf es beim Vorratskauf ankommt

Futter, Streu und Pflegeprodukte kosten online pro Kilogramm oft weniger als im Fachhandel, besonders in großen Gebinden. Ob sich der Vorratskauf lohnt, hängt nicht nur vom Preis ab. Auch Haltbarkeit, Lagerung und die Fressgewohnheiten des Tieres begrenzen den Vorrat.

Wann sich der Großeinkauf lohnt

Der Preis pro Kilogramm sinkt bei vielen Futtersorten, je größer die Verpackung ist. Ob sich der Großeinkauf rechnet, hängt davon ab, wie schnell Ihr Tier die Menge verbraucht. Ein großer Hund, der pro Woche mehrere Kilogramm Trockenfutter frisst, kann einen großen Sack schnell aufbrauchen. Eine Katze, die nur wenige Gramm pro Tag braucht, lagert denselben Sack monatelang, und das Futter verliert an Qualität.

Rechnen Sie vor dem Bestellen den Preis pro Kilogramm aus, nicht den Preis pro Sack. Viele Onlineshops geben diesen Wert direkt an. Dazu kommen die Versandkosten. Bei schweren Bestellungen fressen sie den Preisvorteil schnell auf. Viele Shops liefern ab einem bestimmten Bestellwert kostenlos, und gerade bei Katzenstreu oder großen Futtersäcken macht das einen deutlichen Unterschied. Vergleichen Sie außerdem, ob ein Abo mit regelmäßiger Lieferung günstiger ist als eine Einzelbestellung. Abos haben aber Bedingungen: Prüfen Sie, ob Sie das Abo pausieren oder kündigen können, bevor Sie sich binden.

Haltbarkeit und Mindesthaltbarkeitsdatum

Trockenfutter hält deutlich länger als Nassfutter. Ungeöffnet bleibt ein Sack Trockenfutter bei richtiger Lagerung meist mehrere Monate bis zu einem Jahr haltbar. Nassfutter in Dosen ist ebenfalls lange haltbar. Schalen und Beutel sind kürzer haltbar. Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung gilt für die ungeöffnete Ware.

Kaufen Sie nur so viel, dass Sie das Datum sicher einhalten. Ein Sack, der nach Ablauf des Datums noch halb voll ist, ist kein gutes Angebot. Das gilt besonders für Futter mit hohem Fettanteil: Fett wird mit der Zeit ranzig, auch wenn das Datum noch nicht erreicht ist. Bei empfindlichen Tieren beachten Sie außerdem: Älteres Futter verliert an Geschmack und Nährstoffgehalt.

So lagern Sie Futter richtig

Nach dem Öffnen ändert sich die Haltbarkeit. Trockenfutter bewahren Sie am besten im Originalbeutel auf und stellen diesen in einen luftdichten Behälter, weil der Beutel das Futter vor Sauerstoff schützt. Lagern Sie das Futter kühl und trocken. Direkte Sonne und Wärme beschleunigen das Ranzigwerden. Nassfutter gehört nach dem Öffnen in den Kühlschrank und sollte innerhalb weniger Tage verbraucht werden, wie auf der Packung angegeben.

Lagern Sie große Mengen an einem festen Platz und verbrauchen Sie sie nach dem Prinzip „zuerst rein, zuerst raus". So vermeiden Sie, dass ältere Packungen vergessen werden und das Mindesthaltbarkeitsdatum überschreiten.

Chargen und Futterwechsel

Ein Vorrat bedeutet oft, dass Sie mehrere Säcke derselben Sorte kaufen. Hersteller ändern Rezepturen und Chargen, ohne dass sich das Etikett sichtbar verändert. Empfindliche Tiere bekommen bei solchen Wechseln Verdauungsprobleme. Wenn Ihr Tier empfindlich ist, kaufen Sie lieber kleinere Mengen und wechseln Sie bei einem neuen Sack schrittweise, indem Sie das neue Futter über einige Tage unter das alte mischen.

Die Chargennummer auf der Verpackung hilft Ihnen, gleiche Produktionsläufe zu erkennen. Bestellen Sie mehrere Säcke, können Sie beim Händler nachfragen, ob sie aus derselben Charge stammen.

Lieferung und Rücksendung

Schwere Säcke kommen oft mit dem Paketdienst und können dabei beschädigt werden. Prüfen Sie die Verpackung bei der Lieferung auf Risse, denn beschädigtes Futter kann Feuchtigkeit ziehen und schimmeln. Melden Sie Schäden sofort. Die meisten Händler ersetzen die Ware dann.

Bei Futter und anderen verderblichen Waren gelten besondere Rückgaberegeln. Das gesetzliche Widerrufsrecht für Onlinekäufe gilt auch für Tierfutter, solange die Ware ungeöffnet ist. Angebrochene Packungen nehmen Händler in der Regel nicht zurück. Klären Sie vor der Bestellung, wie der Händler mit Reklamationen umgeht und ob er bei Nichtgefallen eine Rückgabe anbietet.

Was nicht in den Vorrat gehört

Nicht alles, was online günstig ist, eignet sich für den Vorrat. Feuchte Snacks, Pasten und Ergänzungsfuttermittel mit natürlichen Inhaltsstoffen verlieren schneller an Qualität. Auch Produkte mit kurzer Haltbarkeit, etwa frisches Futter oder Kühlkost, gehören nicht in den Vorratsschrank. Bei Pflegeprodukten wie Shampoo oder Ohrenreinigern prüfen Sie, ob sie nach dem Öffnen ein Verfallsdatum haben. Viele Kosmetika für Tiere sind nach dem Öffnen nur begrenzt haltbar.

Wenn Sie ein neues Futter oder ein neues Produkt zum ersten Mal bestellen, starten Sie mit einer kleinen Menge. Erst wenn das Tier es verträgt und frisst, lohnt sich der Großeinkauf. So vermeiden Sie, dass Sie einen vollen Sack entsorgen müssen, weil das Tier das Futter verweigert.