Nassfutter oder Trockenfutter für Hunde?

Nass- und Trockenfutter können einen Hund vollwertig ernähren, wenn Sie ein hochwertiges Alleinfuttermittel wählen. Ob die eine oder andere Form die bessere Wahl ist, hängt vom Alter, Gesundheitszustand und den Vorlieben Ihres Hundes ab.

Der Unterschied im Wassergehalt

Der auffälligste Unterschied liegt im Wassergehalt. Trockenfutter enthält nur etwa 8 bis 10 Prozent Feuchtigkeit, Nassfutter dagegen 70 bis 80 Prozent. Daraus ergeben sich zwei praktische Folgen: Die Portionsgrößen und die Kaloriendichte unterscheiden sich stark. Ein 20 Kilogramm schwerer Hund braucht bei Trockenfutter etwa 250 bis 300 Gramm pro Tag, bei Nassfutter 600 bis 800 Gramm. Auf 100 Gramm gerechnet liefert Trockenfutter rund 350 bis 400 Kilokalorien, Nassfutter nur 80 bis 120.

Diese Zahlen sind Durchschnittswerte. Sie gelten nicht für jedes Produkt und jede Hunderasse, geben aber eine gute Orientierung für die tägliche Fütterungsmenge.

Proteingehalt und Zutatenliste

Auf den Trockenmasseanteil umgerechnet ist der Proteingehalt beider Futterarten ähnlich, wenn Sie ein hochwertiges Produkt wählen. Der Unterschied liegt also weniger in der Nährstoffzusammensetzung als in der Verarbeitung und der Zutatenliste.

Achten Sie in der Zutatenliste darauf, dass der Fleischanteil an erster Stelle steht, gefolgt von verwertbaren tierischen Nebenerzeugnissen. Stehen Mais oder Weizen am Anfang der Zutatenliste, deutet das auf ein minderwertigeres Futter hin. Diese Reihenfolge ist nur eine Orientierung. Sie kann je nach Produkt variieren.

Wann Nassfutter die bessere Wahl ist

Nassfutter unterstützt die Flüssigkeitsaufnahme. Das ist vor allem für Hunde wichtig, die wenig trinken. Es ist außerdem schmackhafter und leichter zu kauen. Das macht es zu einer guten Wahl für ältere Hunde mit Zahnproblemen oder für wählerische Esser.

Wann Trockenfutter die bessere Wahl ist

Trockenfutter ist günstiger, lange haltbar und leicht zu dosieren. Die Portion lässt sich genau abwiegen und auch über den Tag verteilen. Für Hundehalter, die viel unterwegs sind oder mehrere Hunde versorgen, ist das praktisch.

Mischfütterung als Kompromiss

Sie müssen sich nicht für eine Form entscheiden. Mischfütterung kombiniert die Vorteile beider Varianten: Sie geben Trockenfutter als Basis und ergänzen Nassfutter, um die Flüssigkeitsaufnahme zu erhöhen und den Geschmack zu verbessern. Anbieter wie Hills führen sowohl Trockenfutter in Form geformter Pellets als auch Nassfutter, sodass Sie beide Varianten beim selben Hersteller beziehen können.

Achten Sie bei der Mischfütterung darauf, die Gesamtmenge anzupassen. Wenn Sie Nassfutter ergänzen, müssen Sie die Trockenfutterportion entsprechend reduzieren, sonst nimmt der Hund zu viele Kalorien auf.