Katzenfutter für Reisen und Wochenenden vorbereiten

Für ein Wochenende oder einen Kurztrip entscheidet, wie Sie das Futter vorbereiten, ob es frisch bleibt und die Katze es frisst. Ob Sie die Katze mitnehmen, eine Betreuungsperson einschalten oder sie in einer Pension unterbringen: Portionieren und lagern Sie das Futter so, dass es genauso riecht und schmeckt wie zu Hause. Katzen reagieren empfindlich auf Veränderungen – ein Futter, das nach Plastik riecht oder zu lange offen stand, fressen viele nicht.

Trocken- und Nassfutter getrennt vorbereiten

Trockenfutter und Nassfutter bereiten Sie unterschiedlich vor. Trockenfutter ist unkomplizierter, weil es bei richtiger Lagerung über Tage stabil bleibt. Nassfutter aus Dosen oder Portionsbeuteln ist dagegen nach dem Öffnen schnell verderblich und muss gekühlt werden.

Für Trockenfutter reicht ein luftdichter Behälter mit gut schließendem Deckel. Der Behälter sollte dunkel, kühl und trocken stehen, damit das Futter keine Feuchtigkeit zieht und die Fette nicht oxidieren. Übertragen Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum von der Originalverpackung auf den Behälter, sonst verlieren Sie den Überblick, wie lange das Futter noch haltbar ist. Wer das Futter in der Originaltüte lässt und die Tüte in den Behälter stellt, schützt es doppelt.

Nassfutter gibt es in Dosen oder Portionsbeuteln. Portionsbeutel sind für Reisen praktisch, weil Sie genau eine Mahlzeit öffnen und nichts aufbewahren müssen. Bei Dosen sollten Sie nur so viel entnehmen, wie die Katze in einer Mahlzeit schafft, und den Rest sofort abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Ein geöffnetes Nassfutter, das bei Zimmertemperatur steht, wird schnell ungenießbar und kann Magenverstimmungen auslösen.

Portionen für die Abwesenheit abpacken

Wenn eine Betreuungsperson die Katze füttert, packen Sie die Portionen so ab, dass keine Missverständnisse entstehen. Wiegen oder messen Sie die übliche Tagesmenge und packen Sie jede Mahlzeit einzeln ab. Das funktioniert mit Gefrierbeuteln für Trockenfutter oder mit beschrifteten Frischhaltedosen für Nassfutter.

Beschriften Sie jede Portion mit dem Wochentag oder der Uhrzeit, zu der sie gefüttert werden soll. Schreiben Sie außerdem dazu, ob es sich um die Morgen- oder Abendmahlzeit handelt. So muss die Betreuungsperson nicht raten, und die Katze bekommt ihre gewohnte Menge. Wenn Ihre Katze Medikamente oder Ergänzungsfutter bekommt, legen Sie diese direkt zur jeweiligen Mahlzeit dazu und vermerken Sie es schriftlich.

Wenn Sie die Katze mit auf Reise nehmen, packen Sie die Portionen ebenfalls einzeln. Im Ferienhaus oder Hotelzimmer haben Sie dann keine offenen Dosen oder Beutel herumliegen, sondern können jede Mahlzeit frisch öffnen. Das reduziert Geruch und verhindert, dass Futterreste im Koffer oder der Transportbox landen.

Wasser nicht vergessen

Zur Futtervorbereitung gehört auch das Wasser. Katzen trinken oft zu wenig, und auf Reisen oder bei einer Betreuungsperson zu Hause kann die Trinkmenge zusätzlich sinken. Stellen Sie mehrere Wassernäpfe an verschiedenen Orten auf, nicht nur neben dem Futternapf. Viele Katzen trinken lieber abseits vom Futterplatz.

Wenn Sie unterwegs sind, nehmen Sie Wasser von zu Hause mit. Katzen gewöhnen sich an den Geschmack ihres Leitungswassers, und fremdes Wasser schmeckt anders. Füllen Sie eine Flasche mit dem gewohnten Wasser und geben Sie es der Katze in einem vertrauten Napf. Ein Trinkbrunnen kann helfen, wenn Ihre Katze zu Hause daran gewöhnt ist; nehmen Sie ihn bei längeren Aufenthalten mit.

Reise oder Betreuung zu Hause?

Für ein Wochenende oder einen Kurztrip ist eine vertraute Betreuungsperson zu Hause meist die entspanntere Lösung für die Katze. Die Katze bleibt in ihrem Revier, riecht ihre eigenen Gegenstände und muss nicht in einer Transportbox reisen. Eine gute Betreuungsperson füttert nach Ihren Portionen, wechselt das Wasser und kontrolliert, ob alles in Ordnung ist.

Eine Katzenpension ist eine Alternative, wenn keine Betreuungsperson verfügbar ist. Dort sollte die Katze ihr gewohntes Futter bekommen, damit der Umgebungswechsel nicht zusätzlich durch neues Futter belastet wird. Geben Sie der Pension die vorbereiteten Portionen und die genauen Fütterungszeiten mit.

Ältere oder chronisch kranke Katzen sollten Sie vor einer Reise grundsätzlich vom Tierarzt beraten lassen. Manche Erkrankungen machen Reisen riskant, und der Tierarzt kann einschätzen, ob die Katze die Fahrt oder den Ortswechsel gut verkraftet. Bei solchen Katzen ist die Betreuung zu Hause durch eine erfahrene Person oft die sicherste Wahl.