Katzenfutter bei Allergien richtig auswählen
Wiederholter Durchfall, sehr weicher Kot, häufiges Erbrechen oder ungewöhnlich stark riechender Kot können mit dem Futter zusammenhängen. Suchen Sie vor einem Futterwechsel eine Tierärztin oder einen Tierarzt auf, um abzuklären, was die Beschwerden auslöst. Futterallergie und Futterunverträglichkeit sind verschiedene Ursachen. Nur die Untersuchung zeigt, welche vorliegt. Für die Futterwahl sind drei Punkte wichtig: eine überschaubare Zutatenliste, ein langsamer Wechsel und eine saubere Lagerung.
Allergie oder Unverträglichkeit?
Eine Futterunverträglichkeit ist eine nicht-immunologische Reaktion auf einen Futterbestandteil. Sie kann bei Katzen jeden Alters auftreten. Eine Nahrungsmittelallergie ist dagegen eine Immunreaktion auf ein bestimmtes Protein im Futter. Beide äußern sich ähnlich: wiederkehrender Durchfall, sehr weicher Kot, häufiges Erbrechen, auffällig riechender Kot oder ein wechselnder Appetit.
Da diese Anzeichen auch andere Ursachen haben können, etwa Parasiten oder eine Magen-Darm-Erkrankung, gehört die Abklärung zuerst in die Tierarztpraxis. Erst wenn andere Ursachen ausgeschlossen sind, macht ein Futterwechsel Sinn. Die Untersuchung liefert außerdem die Grundlage für einen Fütterungsplan, der zu Ihrer Katze passt.
Worauf Sie bei den Zutaten achten
Halten Sie die Zahl möglicher Auslöser klein. Ein Futter mit wenigen Zutaten und einer einzigen Proteinquelle hilft dabei, weil Sie leichter erkennen, worauf die Katze reagiert. Achten Sie auf eine hohe Verdaulichkeit, damit der Magen-Darm-Trakt nicht zusätzlich gefordert wird. Zusatzstoffe, Farbstoffe und unnötige Aromen haben in einem Futter für empfindliche Tiere keinen Platz.
Vorsicht: Keine Zutatenliste ist für jede Katze geeignet. Was der einen Katze hilft, kann bei der nächsten Beschwerden auslösen. Auch die Bezeichnung "hypoallergen" auf der Verpackung garantiert nicht, dass das Futter zu Ihrer Katze passt. Entscheidend ist, wie Ihre Katze darauf reagiert.
Den Futterwechsel ruhig angehen
Wechseln Sie das Futter nicht von einem Tag auf den anderen. Mischen Sie das neue Futter über mehrere Tage schrittweise unter das alte und erhöhen Sie den Anteil langsam. So gewöhnt sich der Magen-Darm-Trakt an die neue Rezeptur. Füttern Sie zu festen Zeiten und in kleinen Portionen, damit der Verdauungstrakt nicht überlastet wird.
Ändern Sie immer nur eine Sache auf einmal. Wenn Sie gleichzeitig Futter, Fütterungszeiten und Leckerlis umstellen, wissen Sie nicht, worauf eine Reaktion zurückgeht. Führen Sie ein einfaches Tagebuch: Notieren Sie, was Sie gefüttert haben und ob sich Kot, Erbrechen oder Appetit verändert haben. Diese Aufzeichnungen helfen auch der Tierarztpraxis bei der weiteren Einschätzung.
Futter richtig lagern
Frisches Futter ist bei empfindlichen Katzen besonders wichtig. Bewahren Sie Trockenfutter in einem gut schließenden Behälter kühl und trocken auf, geschützt vor direktem Sonnenlicht. Achten Sie auf das Haltbarkeitsdatum. Kaufen Sie bei empfindlichen Katzen lieber kleinere Packungen, damit das Futter nicht lange offen steht.
Geöffnete Nassfutterdosen gehören in den Kühlschrank und sollten schnell aufgebraucht werden. Geben Sie das Futter nicht eiskalt in den Napf, sondern lassen Sie es kurz auf Zimmertemperatur kommen. Reinigen Sie die Näpfe regelmäßig mit heißem Wasser, damit sich keine Bakterien ansammeln. Lagern Sie das Futter nicht neben Putzmitteln oder in feuchten Räumen. Gerüche und Feuchtigkeit können das Futter beeinträchtigen.