Hundenassfutter richtig aufbewahren und servieren

Geöffnetes Hundenassfutter verdirbt schnell. Wegen der hohen Feuchtigkeit vermehren sich Bakterien und Schimmelpilze darin schneller als in Trockenfutter. Deshalb gehört die Dose nach dem Öffnen in den Kühlschrank. Vor dem Füttern sollte das Futter wieder Zimmertemperatur haben. So bleibt es länger genießbar und schont Geruchssinn und Magen Ihres Hundes.

Nach dem Öffnen in den Kühlschrank

Nassfutter besteht zu einem großen Teil aus Wasser. Bei Zimmertemperatur wachsen darin schnell Mikroorganismen. Auch Vitamine und andere Nährstoffe bauen sich ab. Licht, Wärme und Sauerstoff beschleunigen diesen Prozess. Deshalb gehört die Dose oder der Beutel nach dem Öffnen zügig in den Kühlschrank.

Wenn Sie nur einen Teil der Dose verfüttern, nehmen Sie die Portion mit einem sauberen Löffel heraus und verschließen Sie den Rest. Eine Dose mit Deckel oder ein Frischhaltebehälter verhindert, dass das Futter austrocknet oder fremde Gerüche aus dem Kühlschrank annimmt. Lassen Sie die offene Dose nicht stundenlang auf der Arbeitsplatte stehen, auch nicht während des Fütterns.

Ungeöffnete Dosen und Beutel lagern Sie an einem kühlen, trockenen Ort, zum Beispiel im Vorratsschrank. Der Kühlschrank ist erst nach dem Öffnen der richtige Platz.

Wie lange hält geöffnetes Nassfutter

Was genau gilt, steht auf der Verpackung. Die meisten Hersteller geben an, wie viele Tage geöffnetes Futter im Kühlschrank haltbar ist, in der Regel wenige Tage. Halten Sie sich daran und notieren Sie sich bei Bedarf das Öffnungsdatum auf der Dose.

Ob das Futter noch gut ist, erkennen Sie an Geruch, Farbe und Konsistenz. Riecht es unangenehm, ist es verfärbt, wirkt es schmierig oder zeigt es Schimmel, gehört es in den Müll. Im Zweifel ist Wegwerfen sicherer als ein Magen-Darm-Problem beim Hund. Auch wenn das Futter noch gut aussieht, sollten Sie es nicht deutlich länger aufbewahren, als die Packung es erlaubt.

Warum Zimmertemperatur wichtig ist

Futter direkt aus dem Kühlschrank ist für den Hund unangenehm. Hunde entscheiden am Geruch, ob sie etwas fressen. Kaltes Futter riecht weniger, weil die Aromastoffe bei niedriger Temperatur kaum verdampfen. Bei Zimmertemperatur entfaltet das Futter seinen Geruch. Das regt den Appetit an, und der Hund frisst zuverlässiger.

Auch die Verdauung profitiert von einer milden Temperatur. Sehr kaltes Futter belastet den Magen. Sehr heißes Futter verbrüht die empfindliche Maulschleimhaut. Zimmertemperatur ist der sichere Mittelweg.

So bringen Sie die Portion auf Temperatur: Nehmen Sie die Tagesration rechtzeitig vor dem Füttern aus dem Kühlschrank und lassen Sie sie in der Schüssel stehen. Wenn es schneller gehen muss, erwärmen Sie das Futter vorsichtig im Wasserbad oder kurz in der Mikrowelle. Rühren Sie es danach gut um und prüfen Sie die Temperatur mit dem Finger. Die Mikrowelle erhitzt ungleichmäßig. Heiße Stellen können den Hund verbrennen. Füttern Sie nie etwas, das sich für Ihre eigene Hand zu heiß anfühlt.

Sauberkeit beim Füttern

Ein paar Regeln halten die tägliche Fütterung sauber und sicher. Geben Sie nur so viel Futter in den Napf, wie der Hund in einer Mahlzeit aufnimmt. Reste aus dem Napf sollten Sie nicht zurück in die Dose oder den Vorratsbehälter füllen, weil sie Speichel und Bakterien enthalten. Waschen Sie den Napf nach jeder Mahlzeit mit warmem Wasser und Spülmittel.

Wenn Sie mehrere Dosen oder Beutel gleichzeitig geöffnet haben, lohnt sich ein fester Platz im Kühlschrank, zum Beispiel ein Regalbrett auf mittlerer Höhe. Dort ist die Temperatur gleichmäßiger als in der Tür, wo sie bei jedem Öffnen schwankt.