Hundefutter für große Rassen richtig auswählen
Labrador, Deutscher Schäferhund und Dogge fressen deutlich mehr als kleine Hunde. Deshalb sind Futtermenge und Lagerung bei großen Rassen entscheidend. Eine pauschale Mengenangabe gibt es nicht: Zu viel Futter macht dick, falsch gelagertes Futter schimmelt oder verliert Nährstoffe. Wer die Grundregeln kennt, füttert sicherer und wirft weniger Geld weg.
Die richtige Futtermenge
Die Angaben auf der Packung sind eine Fütterungsempfehlung, keine exakte Dosierung. Die richtige Menge hängt vom Alter, Gewicht, Aktivitätslevel und Stoffwechsel des Hundes ab. Ein ausgewachsener Labrador, der täglich zwei Stunden läuft, braucht mehr als ein ruhiger Hund gleicher Größe. Starten Sie mit der Packungsempfehlung, beobachten Sie Ihren Hund und passen Sie die Menge an.
Bei großen Rassen ist Überfütterung ein konkretes Risiko. Zusätzliches Gewicht belastet Gelenke und Herz, und große Hunde nehmen schneller zu als kleine. Ein einfacher Kontrolltest: Sie sollten die Rippen Ihres Hundes fühlen, aber nicht sehen. Ist die Taille von oben kaum zu erkennen, reduzieren Sie die Menge schrittweise und beobachten Sie die nächsten Wochen.
Welpen großer Rassen wachsen länger als kleine Hunde und brauchen in der Wachstumsphase Futter, das auf diese Entwicklung abgestimmt ist. Viele Hersteller haben dafür eigenes Futter für Welpen großer Rassen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Futter zur Lebensphase Ihres Hundes passt, und wechseln Sie nicht unnötig zwischen Welpen- und Erwachsenenfutter.
Kühl, trocken, dunkel lagern
Trockenfutter gehört an einen kühlen, trockenen und dunklen Ort. Direkte Sonne schadet: Wärme und Licht mindern die Qualität und verkürzen die Haltbarkeit. Stellen Sie den Behälter also nicht ans Fenster oder in die pralle Sonne.
Ein häufiger Fehler ist, das Futter direkt auf den Betonboden zu stellen. Beton zieht Feuchtigkeit an, die in das Futter eindringt und Schimmel verursachen kann. Legen Sie den Behälter auf ein Regalbrett, eine Palette oder zumindest auf eine Unterlage.
Für Trockenfutter empfehlen Hersteller luftdichte Behälter. So bleiben Fett und Aromen erhalten, und Schädlinge kommen nicht hinein. Achten Sie darauf, dass der Behälter sauber und trocken ist, bevor Sie neues Futter einfüllen. Reste vom alten Futter am Boden können sonst schimmeln und das neue Futter verderben.
Leckerlis lagern Sie anders als Trockenfutter. Hier eignet sich ein Leinenbeutel oder eine Keksdose, die nicht luftdicht verschlossen ist. So können die Leckerlis nachtrocknen, und es sammelt sich keine Feuchtigkeit, die Schimmel begünstigt.
Die Haltbarkeit ist nicht unbegrenzt. Manche Hersteller geben eine Haltbarkeit von etwa 15 Monaten ab Herstellung an. Das Herstellungsdatum steht meist auf der Folienverpackung. Notieren Sie sich das Datum, wenn Sie das Futter in einen Behälter umfüllen, oder bewahren Sie den Beutel auf. So wissen Sie jederzeit, wie lange das Futter noch gut ist.
Krokettengröße und Einkauf
Für große Kiefer sind große Kroketten sinnvoll. Sie zwingen den Hund zum Kauen und verlangsamen das Fressen. Sehr kleine Kroketten schluckt ein großer Hund oft unzerkaut. Das kann zu schnellem Fressen und Blähungen führen. Viele Hersteller bieten deshalb Sorten mit größeren Kroketten für große Rassen an.
Große Hunde fressen viel, daher lohnt sich der Kauf großer Gebinde preislich. Das funktioniert aber nur, wenn Sie das Futter auch richtig lagern können. Ein großer Sack braucht einen luftdichten Behälter, sonst verliert das Futter an Qualität, bevor der Hund es aufgefressen hat. Rechnen Sie aus, wie lange ein Sack reicht, und kaufen Sie nur so viel, wie Sie in angemessener Zeit verbrauchen.
Feste Fütterungszeiten erleichtern die Mengenkontrolle. Zwei Mahlzeiten am Tag verteilen die Futtermenge und entlasten den Magen. Messen Sie jede Portion mit einer Tasse oder Waage ab, statt nach Gefühl zu schütten. So bleibt die Menge konstant, und Sie merken sofort, wenn der Hund plötzlich mehr oder weniger frisst.