Hundefutter für ältere Hunde mit wenig Bewegung

Ältere Hunde verbrauchen weniger Kalorien: Sie bewegen sich weniger und ihr Stoffwechsel arbeitet langsamer. Passt man die Futtermenge nicht an, nimmt der Hund zu und entwickelt Übergewicht. Bei älteren Hunden mit wenig Bewegung kommt es außerdem auf die Verdaulichkeit des Futters und eine korrekte Lagerung an.

Weniger Kalorien füttern

Die Futtermenge ist der wichtigste Faktor. Tierärztin Dr. Hölter erklärt, dass ältere Hunde weniger Energie brauchen, weil sie sich weniger bewegen und ihr Stoffwechsel langsamer läuft als bei einem jungen, aktiven Hund. Bleibt die Portion unverändert, nimmt der Hund zu. Das ist der häufigste Fehler in der Fütterung von Senioren-Hunden.

Reduzieren Sie die Tagesration schrittweise und beobachten Sie das Gewicht. Wiegen Sie den Hund regelmäßig, etwa alle zwei bis vier Wochen, und passen Sie die Menge an. Ein guter Anhaltspunkt ist die Körperform: Sie sollten die Rippen leicht fühlen können, ohne dass sie hervortreten. Wenn die Taille verschwindet und der Bauch runder wird, ist die Ration zu groß.

Die Empfehlung von Dr. Hölter ist eine Einzelmeinung und gilt nicht für jeden Hund. Hunde mit chronischen Erkrankungen, etwa Schilddrüsenproblemen oder Diabetes, haben einen anderen Bedarf. Sprechen Sie die Futtermenge in solchen Fällen mit dem behandelnden Tierarzt ab, statt selbst zu kürzen.

Gut verdauliches Futter wählen

Im Alter arbeitet der Verdauungstrakt nicht mehr so zuverlässig wie früher. Viele Senioren-Hunde vertragen große, fette Mahlzeiten schlechter und reagieren auf Futterumstellungen empfindlicher. Achten Sie deshalb auf gut verdauliche Zutaten: hochwertige Proteinquellen wie Geflügel oder Fisch und leicht verdauliche Kohlenhydrate wie Reis oder Kartoffeln. Der Fettanteil sollte moderat sein.

Gegen Verdauungsprobleme hilft es, die Tagesration auf zwei oder drei kleinere Mahlzeiten zu verteilen. So wird der Magen weniger belastet, und der Hund verwertet das Futter besser. Hunde, die zum Aufstoßen neigen oder einen empfindlichen Magen haben, profitieren davon oft mehr als von einem Futterwechsel.

Stellen Sie das Futter langsam um, indem Sie über etwa eine Woche das neue Futter in steigender Menge unter das alte mischen. Ein plötzlicher Wechsel führt bei älteren Hunden häufiger zu Durchfall oder Erbrechen als bei jungen Tieren. Geben Sie dem Hund außerdem immer frisches Wasser, gerade bei Trockenfutter.

Vorrat richtig lagern

Weil ältere Hunde weniger fressen, reicht eine Futterpackung länger. Deshalb müssen Sie das Futter besonders gut lagern. Trockenfutter gehört in einen luftdichten Behälter an einem kühlen, trockenen Ort. Feuchtigkeit und Wärme machen das Fett ranzig und mindern die Qualität, bevor das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht ist.

Kaufen Sie keine übergroßen Packungen, wenn Ihr Hund wenig frisst. Eine große Packung, die mehrere Monate geöffnet steht, verliert an Geschmack und Nährstoffen. Kleinere Packungen, die Sie innerhalb weniger Wochen aufbrauchen, sind besser. Prüfen Sie beim Kauf das Mindesthaltbarkeitsdatum und wählen Sie die Packung mit dem weitesten Datum.

Nach dem Öffnen gehört Nassfutter in den Kühlschrank und sollte innerhalb von ein bis zwei Tagen verbraucht werden. Reste aus dem Napf sollten Sie nicht zurück in die Dose geben, sondern entsorgen. Bakterien vermehren sich in angetautem Futter schnell, und ein älterer Hund mit geschwächtem Immunsystem reagiert darauf empfindlicher als ein junger.