Hundefutter für Allergiker auswählen

Kratzt sich Ihr Hund nach dem Fressen, leckt die Pfoten oder bekommt Durchfall, kann eine Futtermittelallergie oder -unverträglichkeit dahinterstecken. Bei einer Allergie bekämpft das Immunsystem bestimmte Eiweiße im Futter, bei einer Unverträglichkeit fehlen dem Körper Enzyme zur Verdauung.

Dann braucht das Tier ein Futter, das die auslösenden Stoffe weglässt und trotzdem alle Nährstoffe liefert. Wählen Sie eine einzelne tierische Proteinquelle und eine kurze Zutatenliste. Planen Sie auch Einkauf und Vorrat gut.

Die Ausschlussdiät umsetzen

Bei einer Ausschlussdiät reduzieren Sie die Fütterung über mehrere Wochen auf wenige Komponenten. Üblich ist eine Kombination aus einer einzigen Eiweißquelle, etwa einer Fleischsorte, und einer Kohlenhydratquelle wie Kartoffeln oder Hirse. So erhält der Hund nur noch Stoffe, die er nachweislich verträgt, und Sie können beobachten, ob die Beschwerden zurückgehen.

Lassen Sie die Diät von einem Tierarzt begleiten. Er kontrolliert den Verlauf und prüft, ob der Hund alle wichtigen Nährstoffe bekommt. Denn eine selbst zusammengestellte Ration aus nur zwei Zutaten kann auf Dauer zu Mangelerscheinungen führen. Ergänzungspräparate wie Vitamin Optimix Cani Sensitive liefern die fehlenden Vitamine und Mineralstoffe, die Dosierung sollten Sie aber mit dem Tierarzt abstimmen. Einige Hersteller bieten außerdem einen Futterrechner an, der anhand des Idealgewichts Ihres Hundes die passende Futter- und Pulvermenge ermittelt.

Geeignetes Futter erkennen

Nicht jedes Produkt mit der Aufschrift „hypoallergen" ist automatisch die richtige Wahl. Entscheidend ist die Zutatenliste: Sie sollte eine einzelne tierische Proteinquelle nennen, zum Beispiel Pferd, Ziege, Känguru oder Hirsch. Solche Monoprotein-Rezepturen enthalten nur eine Fleischsorte und keine weiteren tierischen Bestandteile. Achten Sie darauf, dass keine versteckten Proteinquellen wie Huhn, Rind oder Fisch in der Liste auftauchen, auch nicht als Nebenprodukt oder in Form von Brühe. Je kürzer die Zutatenliste, desto leichter lässt sich nachvollziehen, was im Napf landet.

Einkauf und Vorrat planen

Allergikerfutter ist im normalen Supermarkt oft nicht erhältlich. Sie bestellen es meist online oder in spezialisierten Fachgeschäften, und die Lieferung dauert in der Regel ein bis drei Werktage. Planen Sie deshalb rechtzeitig nach und legen Sie eine Tüte mehr auf Vorrat, damit Sie nicht kurzfristig auf ein anderes Futter ausweichen müssen. Prüfen Sie beim Kauf das Mindesthaltbarkeitsdatum und wählen Sie bei größeren Gebinden eine Packungsgröße, die Ihr Hund innerhalb weniger Wochen aufbraucht.

Futter richtig lagern

Trockenfutter gehört in die Originalverpackung oder in einen luftdichten Behälter. Die Verpackung schützt vor Licht, Feuchtigkeit und Sauerstoff, die das Fett im Futter ranzig machen können. Bewahren Sie den Behälter an einem kühlen, trockenen Ort auf, nicht neben dem Herd oder der Heizung. Bei Dosenfutter füllen Sie die Restmenge nach dem Öffnen in eine saubere Dose mit Deckel um und stellen sie in den Kühlschrank. Vermeiden Sie die Nähe zu Reinigungsmitteln oder stark riechenden Lebensmitteln, denn Futter nimmt fremde Gerüche auf, die manche Hunde verschmähen.