Hunde- und Katzenfutter im Haushalt getrennt lagern

Wer Hund und Katze im selben Haushalt füttert, braucht zwei getrennte Futtersorten. Katzen brauchen Taurin aus tierischem Eiweiß, Hunde kommen mit weniger Eiweiß und Fett aus. Ein einmaliger Tausch schadet keinem Tier. Dauerhaft falsches Futter kann bei beiden gesundheitliche Probleme verursachen.

Die Trennung beginnt im Vorratsschrank, bevor das Futter im Napf landet. Mit passenden Behältern, festen Plätzen und einem einfachen Vorratssystem bleiben beide Futtersorten frisch und geraten nicht durcheinander.

Warum die Sorten nicht austauschbar sind

Hund und Katze haben unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse, und genau dafür gibt es die getrennten Produkte. Katzenfutter enthält mehr Eiweiß und Fett, als ein Hund braucht. Frisst ein Hund über Wochen regelmäßig Katzenfutter, nimmt er zu viel Energie auf und kann übergewichtig werden. Hundefutter wiederum liefert zu wenig Taurin für eine Katze, weil es weniger tierisches Eiweiß enthält. Ein dauerhafter Mangel an Taurin kann bei Katzen zu Herz- und Augenproblemen führen.

Im Alltag ist die Verwechslung das größere Risiko als die bewusste falsche Fütterung. Trockenfutter sieht in verschiedenen Sorten ähnlich aus, und wenn die Beutel nebeneinander im Schrank stehen, greift man im Zweifel zum falschen. Eine klare räumliche Trennung und deutliche Beschriftung verhindern diesen Fehler zuverlässig.

Behälter und Lagerorte

Trockenfutter gehört nach dem Öffnen in einen luftdichten Behälter. So bleibt es länger frisch, zieht keine Feuchtigkeit und keine Gerüche an und ist vor Motten und anderen Schädlingen geschützt. Geeignet sind Behälter aus lebensmittelechtem Kunststoff, Edelstahl oder Glas mit dicht schließendem Deckel. Wer den Beutel nicht entsorgen möchte, kann das Futter samt Beutel in den Behälter stellen und so die Angaben des Herstellers aufbewahren.

Auf dem Behälter sollten Sie notieren, was darin ist: die Futtersorte, das Mindesthaltbarkeitsdatum und das Datum, an dem Sie den Beutel geöffnet haben. So wissen Sie später, wann der Inhalt aufgebraucht werden sollte. Stellen Sie die Behälter an einen kühlen, trockenen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Ein Schrank in der Küche oder der Speisekammer eignet sich besser als ein Platz neben dem Herd oder über der Heizung.

Nassfutter aus Dosen oder Beuteln lagern Sie ungeöffnet bei Zimmertemperatur. Angebrochene Portionen gehören in den Kühlschrank und sollten nach Herstellerangabe innerhalb kurzer Zeit aufgebraucht werden.

Ordnung im Vorratsschrank

Der einfachste Weg, die Sorten auseinanderzuhalten, ist ein fester Platz für jedes Tier. Legen Sie das Hundefutter auf ein Regalbrett und das Katzenfutter auf ein anderes, oder räumen Sie beide in getrennte Schränke. Wenn die Behälter unterschiedliche Farben oder Formen haben, erkennen Sie die Sorte auch beim schnellen Greifen.

Beschriften Sie nicht nur die Behälter, sondern auch die Fächer oder Regalbretter, wenn mehrere Personen im Haushalt füttern. Ein kurzer Zettel mit der Aufschrift Hund oder Katze verhindert, dass jemand aus Versehen den falschen Behälter öffnet. Katzenfutter lagern Sie am besten außerhalb der Reichweite des Hundes, denn viele Hunde fressen Katzenfutter, wenn sie die Chance dazu bekommen. Ein höheres Regalbrett oder ein abschließbarer Schrank hält den Hund fern.

Futter frisch halten

Futter verliert mit der Zeit an Qualität, auch wenn es noch nicht abgelaufen ist. Trockenfutter sollten Sie innerhalb des Zeitraums aufbrauchen, den der Hersteller nach dem Öffnen angibt. Kontrollieren Sie beim Einkauf das Mindesthaltbarkeitsdatum und nehmen Sie im Geschäft die Packung, die am längsten haltbar ist, wenn Sie nicht sofort damit beginnen.

Ein einfaches Drehsystem hält den Vorrat frisch: Neue Packungen stellen Sie nach hinten, ältere nach vorne, und verbrauchen zuerst die älteren. Schreiben Sie das Öffnungsdatum auf den Behälter, dann sehen Sie auf einen Blick, wie lange das Futter schon offen ist. Riecht Futter unangenehm, hat sich die Konsistenz verändert oder zeigen sich Schädlinge, gehört es in den Müll.

Vorrat planen und drehen

Kaufen Sie nicht mehr, als Sie in angemessener Zeit verbrauchen. Ein großer Sack Trockenfutter ist günstiger pro Kilogramm, verliert aber an Frische, wenn er monatelang offen im Schrank steht. Richten Sie sich nach dem Futterbedarf Ihrer Tiere und kaufen Sie so, dass eine geöffnete Packung innerhalb der empfohlenen Zeit leer wird.

Prüfen Sie vor dem Einkauf, was noch im Schrank steht. So vermeiden Sie, dass Sie doppelt kaufen oder dass eine Packung vergessen wird und das Mindesthaltbarkeitsdatum überschreitet. Ein kleiner Puffer von einer Packung pro Sorte reicht, um Engpässe zu überbrücken, ohne dass Futter lange lagert.