Hamsterfutter richtig auswählen und lagern

Hamster sind Allesfresser, bevorzugen aber pflanzliche Kost. Für ein gesundes Leben braucht der Hamster abwechslungsreiches Futter. Wählen Sie es nach Qualität aus, lagern Sie es richtig und legen Sie einen sinnvollen Vorrat an.

Die passende Futterart finden

Im Handel gibt es drei Grundtypen von Hamsterfutter: Saatmischungen, Extrudate und Pellets. Jede Form hat Vor- und Nachteile.

Saatmischungen bestehen aus Körnern, Samen, Nüssen und getrocknetem Gemüse. Sie kommen dem natürlichen Fressverhalten am nächsten. Der Hamster kann auswählen und sucht sich seine Lieblingsstücke heraus. Der Nachteil: Wählerische Tiere fressen nur das, was ihnen schmeckt, und lassen den Rest liegen. Dadurch kann eine einseitige Ernährung entstehen.

Extrudate sind gepresste Körner, bei denen alle Zutaten zu einem Stück verarbeitet werden. Der Hamster kann nichts aussortieren und bekommt mit jedem Happen die gleiche Nährstoffmischung. Das beugt Mangelerscheinungen vor, ist aber weniger abwechslungsreich im Geschmack.

Pellets ähneln den Extrudaten, sind aber härter und werden ebenfalls aus einer Mischung gepresst. Sie eignen sich gut, wenn Ihr Hamster dazu neigt, nur bestimmte Samen zu fressen. Viele Halter kombinieren eine hochwertige Saatmischung mit einem kleinen Anteil Extrudaten oder Pellets, um Abwechslung zu bieten und sicherzustellen, dass der Hamster alle Nährstoffe bekommt.

Woran Sie gutes Futter erkennen

Achten Sie auf die Zutatenliste. Gutes Hamsterfutter nennt die einzelnen Bestandteile konkret, etwa Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Mais, Erbsenflocken und getrocknete Kräuter. Vage Angaben wie "Getreideprodukte" oder "pflanzliche Nebenerzeugnisse" weisen auf minderwertige Füllstoffe hin.

Ein hoher Zuckeranteil ist problematisch. Honig, Melasse oder zugesetzter Zucker gehören nicht in den Futternapf, denn Hamster neigen zu Übergewicht und Diabetes. Auch künstliche Farbstoffe und Aromen haben in gutem Futter nichts verloren.

Achten Sie außerdem auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Frisches Futter riecht angenehm nach Getreide und Kräutern. Riecht es muffig oder ranzig, ist es alt und sollte nicht mehr verfüttert werden.

Futter richtig lagern

Hamsterfutter bleibt am längsten frisch, wenn Sie es trocken, kühl und luftdicht aufbewahren. Ein verschließbares Glas oder eine Kunststoffdose mit Deckel eignen sich besser als die offene Originaltüte, denn Feuchtigkeit und Schädlinge gelangen so nicht ans Futter. Bewahren Sie die Dose an einem dunklen Ort auf, zum Beispiel im Küchenschrank, nicht in der Nähe des Herds oder der Heizung.

Die Originalverpackung enthält das Mindesthaltbarkeitsdatum und oft einen Hinweis, dass das Futter nach dem Öffnen zügig verbraucht werden soll. Notieren Sie sich das Öffnungsdatum auf der Dose, damit Sie den Überblick behalten.

Wenn Sie größere Mengen kaufen, können Sie einen Teil einfrieren. Das Einfrieren tötet eventuell vorhandene Schädlinge und deren Eier ab. Füllen Sie das Futter in Gefrierbeutel oder kleine Dosen und entnehmen Sie nur so viel, wie Sie in ein bis zwei Wochen verbrauchen. Es gibt keine einheitliche Angabe, wie lange Futter im Gefrierfach hält. Einige Monate sind aber unproblematisch, solange das Futter trocken und verschlossen bleibt. Nach dem Auftauen sollte es zügig verfüttert werden.

Die richtige Vorratsmenge

Wie viel Futter Sie auf Vorrat kaufen sollten, hängt von der Anzahl Ihrer Tiere und der Haltbarkeit ab. Ein einzelner Hamster frisst täglich nur wenige Gramm. Eine Packung reicht daher oft mehrere Wochen. Kaufen Sie nicht mehr, als Sie in etwa zwei bis drei Monaten verbrauchen, denn auch trocken gelagertes Futter verliert mit der Zeit an Vitaminen und Geschmack.

Kaufen Sie lieber häufiger kleinere Mengen nach, als einmal eine riesige Vorratspackung zu lagern. So stellen Sie sicher, dass Ihr Hamster immer frisches Futter bekommt. Wenn Sie mehrere Hamster halten oder verschiedene Futterarten kombinieren, planen Sie entsprechend mehr ein.

Fütterungsrhythmus im Alltag

Feste Fütterungszeiten helfen Ihnen und dem Tier. Hamster sind nachtaktiv, füttern Sie daher am besten am späten Nachmittag oder Abend, wenn das Tier wach wird. Geben Sie die Tagesration in den Napf oder verstreuen Sie sie im Gehege, damit der Hamster suchen und sich beschäftigen kann.

Schauen Sie regelmäßig nach, ob der Hamster Vorratslager in seinem Nest anlegt. Das ist normales Verhalten, aber Sie sollten überprüfen, ob dort frisches Futter liegt oder ob Reste schimmeln. Entfernen Sie angefressene oder feuchte Reste, bevor Sie neues Futter geben.

Eine einfache Organisation im Alltag: Füllen Sie das Futter in eine kleine Dose mit Deckel, die Sie neben dem Käfig aufbewahren. So haben Sie die Tagesration griffbereit und müssen nicht jedes Mal die große Vorratsdose öffnen. Frisches Wasser gehört täglich in den Trinkbehälter, auch wenn der Hamster nicht alles trinkt.