Futterplan für den neuen Hund erstellen
Wenn ein neuer Hund einzieht, ist sein Magen-Darm-Trakt an das Futter gewöhnt, das er bisher bekommen hat. Wechseln Sie das Futter abrupt, drohen Durchfall, Erbrechen oder Fressverweigerung. Besorgen Sie deshalb zunächst das gewohnte Futter und stellen Sie über mehrere Tage langsam auf das neue Futter um.
Planen Sie für die ersten Tage und Wochen, welche Vorräte Sie brauchen und wie Sie eine feste Fütterungsroutine aufbauen.
Warum die Futterumstellung Zeit braucht
Der Verdauungstrakt eines Hundes gewöhnt sich an eine bestimmte Futtersorte. Die Zusammensetzung aus Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten unterscheidet sich von Hersteller zu Hersteller und sogar zwischen den Sorten eines Herstellers. Wenn Sie von einem Tag auf den anderen das Futter wechseln, muss sich die Darmflora umstellen. Das führt in vielen Fällen zu weichem Kot oder Durchfall, weil die Verdauungsenzyme noch auf die alte Zusammensetzung eingestellt sind.
Ein schrittweiser Übergang gibt dem Körper Zeit. Der Hund gewöhnt sich an die neue Nahrung, ohne dass der Magen-Darm-Trakt überlastet wird. Das gilt besonders für Hunde, die über lange Zeit dasselbe Futter bekommen haben. Bei Welpen, die gerade von der Muttermilch auf feste Nahrung umgestellt werden, ist die Vorsicht noch wichtiger, weil ihr Verdauungssystem erst reifen muss.
Futterumstellung in 7 Tagen
Eine bewährte Methode ist die Umstellung über sieben Tage. Sie mischen das neue Futter schrittweise unter das alte und erhöhen den Anteil des neuen Futters täglich. So sieht der Plan aus:
- Tag 1 und 2: ein kleiner Teil neues Futter, der Rest altes Futter
- Tag 3 und 4: ein größerer Teil neues Futter, entsprechend weniger altes Futter
- Tag 5 und 6: überwiegend neues Futter, nur noch ein kleiner Teil altes Futter
- Tag 7: ausschließlich neues Futter
Für diese Umstellung brauchen Sie genügend altes Futter. Planen Sie etwa vier Tagesrationen des bisherigen Futters ein, damit Sie die Mischungen über die erste Woche hinweg zubereiten können. Fragen Sie beim Vorbesitzer, im Tierheim oder beim Züchter, welche Sorte der Hund zuletzt bekommen hat und wie viel er pro Mahlzeit frisst. Nehmen Sie idealerweise eine kleine Menge dieses Futters direkt mit, wenn Sie den Hund abholen.
Wenn der Hund während der Umstellung Durchfall bekommt oder das Futter verweigert, verlangsamen Sie den Wechsel. Bleiben Sie dann einige Tage bei der aktuellen Mischung, bevor Sie den Anteil des neuen Futters weiter erhöhen. Bei Welpen beginnt die Umstellung von der Muttermilch auf feste Nahrung etwa ab der vierten Woche mit speziellem Welpenbrei oder hochwertigem Nassfutter für Welpen. Ab der achten Woche ist die Umstellung auf festes Welpenfutter üblich, und ab dem sechsten Monat passen Sie die Futtermenge und gegebenenfalls die Sorte an das Wachstum an.
Futtervorräte für den neuen Hund
Bevor der Hund einzieht, sollten Sie die Grundausstattung für die Fütterung besorgen. Dazu gehören zwei Näpfe, einer für Futter und einer für Wasser, am besten aus Edelstahl oder Keramik. Diese Materialien sind leicht zu reinigen und nehmen keine Gerüche an wie manche Kunststoffnäpfe. Dazu kommen ein Messbecher oder eine Küchenwaage zum genauen Abmessen der Futtermenge und ein Vorratsbehälter, der das Futter trocken und luftdicht lagert.
Kaufen Sie das neue Futter erst, wenn Sie wissen, welche Sorte der Hund gewohnt ist. Ein Sack oder eine Dose des alten Futters gehört in den Vorrat, ebenso wie eine Packung des neuen Futters, auf das Sie umstellen möchten. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Futter zum Alter und zur Größe des Hundes passt. Welpenfutter hat eine andere Nährstoffzusammensetzung als Erwachsenenfutter, und große Rassen haben andere Bedürfnisse als kleine.
Lagern Sie Trockenfutter im verschlossenen Behälter an einem kühlen, trockenen Ort. Nassfutter gehört nach dem Öffnen in den Kühlschrank und sollte innerhalb von ein bis zwei Tagen aufgebraucht sein. Kontrollieren Sie vor jeder Fütterung das Mindesthaltbarkeitsdatum und werfen Sie angebrochene oder ungewöhnlich riechende Ware weg.
Wasser und Trinkgewohnheiten
Der Hund muss jederzeit frisches Wasser bekommen. Stellen Sie den Wassernapf an einem festen Platz auf, der nicht in der prallen Sonne steht und nicht direkt neben dem Futternapf. Manche Hunde trinken weniger, wenn das Wasser neben dem Futter steht, weil sie den Platz mit Fressen verbinden. Reinigen Sie den Wassernapf täglich und füllen Sie ihn mit frischem Wasser auf.
In den ersten Tagen trinkt der Hund vielleicht weniger, weil er die neue Umgebung noch nicht kennt. Beobachten Sie, ob er regelmäßig zum Napf geht. Wenn Sie Trockenfutter füttern, braucht der Hund ausreichend Flüssigkeit, um das Futter im Magen aufzuweichen. Bei sehr warmem Wetter oder nach ausgiebigen Spaziergängen sollten Sie kontrollieren, ob der Napf noch gefüllt ist.
Snacks und Leckerlis einplanen
Leckerlis gehören zur Erziehung und zum Aufbau der Bindung, aber Sie sollten sie in den Futterplan einrechnen. Zu viele Snacks zusätzlich zum regulären Futter führen schnell zu Übergewicht und können den Magen belasten, besonders während der Umstellung. Rechnen Sie Leckerlis als Teil der täglichen Futtermenge und reduzieren Sie die Hauptmahlzeit entsprechend.
Wählen Sie in den ersten Wochen einfache, gut verträgliche Snacks. Kleine Stücke von gekochtem Hühnchen oder Karotte sind eine milde Option, die die meisten Hunde gut vertragen. Vermeiden Sie neue, exotische Snacks, solange die Futterumstellung läuft. Wenn Sie Trainingsleckerlis verwenden, achten Sie darauf, dass sie keine Zutaten enthalten, die der Hund noch nicht kennt. Geben Sie neue Snacks einzeln und beobachten Sie, wie der Hund reagiert.
Feste Fütterungsroutine aufbauen
Hunde sind Gewohnheitstiere. Ein fester Rhythmus gibt ihnen Sicherheit, besonders in den ersten Tagen im neuen Zuhause. Füttern Sie zu festen Zeiten, zum Beispiel morgens und abends, und stellen Sie den Napf nach kurzer Zeit wieder weg, auch wenn der Hund nicht alles gefressen hat. So lernt der Hund, dass Futter nur zu bestimmten Zeiten verfügbar ist, und Sie behalten die Kontrolle über die Futtermenge.
Der Platz für den Napf sollte ruhig und abseits von Durchgangsbereichen liegen. Während des Fressens braucht der Hund Ruhe, und Kinder oder andere Tiere sollten ihn nicht stören. Wenn Sie mehrere Hunde haben, füttern Sie sie getrennt, damit jeder in Ruhe fressen kann und keine Konkurrenz entsteht.
Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivität des Hundes. Die Angaben auf der Verpackung sind ein Anhaltspunkt, aber kein starres Gesetz. Beobachten Sie den Körperzustand des Hundes: Sind die Rippen gut zu fühlen, aber nicht sichtbar, ist das Gewicht in der Regel passend. Nehmen Sie spürbar zu oder ab, passen Sie die Menge an. In den ersten Wochen sollten Sie den Hund regelmäßig wiegen, um die Entwicklung zu verfolgen.