Frostfutter für Katzen: Portionieren und auftauen

Frostfutter für Katzen ist rohes Fleisch, das tiefgefroren verkauft wird. Oft sind Innereien, Knochenanteile und Nährstoffzusätze beigemischt. Weil das Fleisch roh ist, gelten für Lagerung, Auftauen und Füttern dieselben Regeln wie für Hackfleisch oder Geflügel aus dem Supermarkt: Die Kühlkette darf nicht reißen, und Hygiene entscheidet, ob das Futter sicher bleibt. Am einfachsten portionieren Sie das Futter vor dem Einfrieren. Tauen Sie es im Kühlschrank auf. Reinigen Sie Napf und Arbeitsfläche nach dem Füttern gründlich.

Warum die Kühlkette entscheidet

Rohes Fleisch ist ein guter Nährboden für Bakterien. Solange das Futter tiefgefroren ist, sind die Keime inaktiv, aber nicht tot. Sobald das Fleisch auftaut, vermehren sie sich bei Zimmertemperatur schnell. Deshalb gehört Frostfutter vom Gefrierschrank direkt in den Kühlschrank und nicht auf die Arbeitsplatte. Auch der Transport vom Laden nach Hause zählt: Eine Kühltasche hilft, wenn der Weg länger dauert.

Vor dem Einfrieren portionieren

Portionieren Sie das Futter, bevor es in den Gefrierschrank kommt. Teilen Sie die große Packung in Portionen, die genau einer Mahlzeit entsprechen. So tauen Sie nur die Menge auf, die die Katze frisst. Das Futter muss nicht zweimal gekühlt oder wieder eingefroren werden. Flache Portionen in Gefrierbeuteln oder kleinen Dosen tauen schneller auf als ein dicker Block. Beschriften Sie jede Portion mit Inhalt und Datum. Tiefgefrorenes Fleisch sieht sich nach ein paar Wochen ähnlich. Sortieren Sie die Portionen im Gefrierfach nach dem Einfrierdatum.

Auftauen im Kühlschrank

Die schonendste und sicherste Methode ist das Auftauen im Kühlschrank. Legen Sie die Portion am Vorabend in ein abgedecktes Gefäß und lassen Sie sie über Nacht auftauen. Das dauert länger als auf der Arbeitsplatte, aber das Fleisch bleibt dabei durchgehend kühl. Aufgetautes Frostfutter sollte am selben Tag verfüttert werden und nicht wieder in den Gefrierschrank wandern. Wer es eilig hat, kann die Portion in einem dicht verschlossenen Beutel in kaltes Wasser legen. Warmes Wasser oder die Mikrowelle sind ungeeignet, weil sie das Fleisch außen erhitzen, während es innen gefroren bleibt.

Füttern und Reste

Katzen fressen rohes Futter oft lieber, wenn es nicht eiskalt ist. Lassen Sie die Portion nach dem Auftauen kurz bei Zimmertemperatur stehen, aber nicht länger, als die Mahlzeit braucht. Was die Katze nicht frisst, gehört zügig in den Abfall, denn warmes Fleisch ist ein idealer Ort für Bakterien. Reinigen Sie den Napf nach jeder Mahlzeit mit heißem Wasser und Spülmittel. Das gilt auch für Messer, Schneidebrett und Arbeitsfläche, die mit dem rohen Fleisch in Kontakt kamen. Wer Bedenken wegen Keimen hat, kann die Flächen zusätzlich mit einem Küchenreiniger behandeln.

Woran Sie schlechtes Frostfutter erkennen

Auch bei sorgfältiger Lagerung kann Futter ungenießbar werden. Ein unangenehmer, säuerlicher oder fauliger Geruch, eine schleimige Oberfläche oder eine ungewöhnliche Verfärbung: Das sind Zeichen, dass das Fleisch nicht mehr frisch ist. Gefrierbrand entsteht, wenn Luft an das Fleisch kommt. Das sind graue, ausgetrocknete Stellen. Sie schaden der Katze nicht, schmecken aber schlecht und sollten großzügig abgeschnitten werden. Im Zweifel gilt: Wegwerfen ist billiger als ein Tierarztbesuch.