Frostfutter für Hunde richtig lagern und auftauen

Frostfutter für Hunde ist rohes Fleisch, oft gemischt mit Gemüse, Innereien oder Zusätzen. Es wird tiefgekühlt verkauft und muss bis zur Fütterung durchgehend kühl bleiben. Wenn Sie einen Vorrat anlegen oder mehrere Beutel kaufen, brauchen Sie eine klare Routine für Lagerung im Gefrierfach und Auftauen.

Der wichtigste Grundsatz ist, das Futter im Kühlschrank aufzutauen statt bei Zimmertemperatur. So bleibt das Fleisch gleichmäßig kalt und Bakterien haben weniger Gelegenheit zum Wachstum. Vitamine und Nährstoffe bleiben dabei besser erhalten. Damit halten Sie die Kühlkette vom Kauf bis zum Napf zuverlässig ein.

Kühlkette von der Theke bis zum Gefrierfach

Rohes Fleisch verliert an Qualität, sobald es wärmer wird. Je kürzer der Transport vom Geschäft nach Hause dauert, desto besser. Nehmen Sie eine Kühltasche mit Gefrierelementen mit, besonders im Sommer oder wenn Sie mehrere Einkaufsorte kombinieren.

Im Gefrierfach lagern Sie das Frostfutter am besten dort, wo die Temperatur stabil bleibt, also nicht in der Tür oder direkt neben einem häufig geöffneten Fach. Lassen Sie die Verpackung verschlossen, bis Sie das Futter tatsächlich auftauen wollen. Wenn Sie mehrere Sorten kaufen, hilft eine klare Ordnung im Gefrierfach. So erwischen Sie nicht die falsche Packung und lassen das Fleisch nicht unnötig lang antauen.

Angeschnittene Würste luftdicht verschließen

Bei angebrochenen Würsten und Beuteln ist Luft der größte Feind. Sauerstoff lässt Fette oxidieren. Das Futter bekommt einen ranzigen Geruch, und Bakterien finden Angriffsfläche. Die Schnittstelle offen liegen zu lassen, begünstigt beides.

Wickeln Sie die offene Kante nicht in Frischhaltefolie, denn die hält Luft nicht gut genug fern. Nehmen Sie feste Gefrierbeutel und drücken Sie die Luft vor dem Verschließen heraus, oder verwenden Sie ein Vakuumiergerät. Wenn Sie keinen Vakuumierer besitzen, reicht ein kleiner Gefrierbeutel pro Restportion. Legen Sie das Stück hinein, schließen Sie den Beutel fast, streichen Sie die Luft heraus und drücken Sie dann zu. So bleibt die Schnittfläche geschützt, bis die nächste Portion fällig ist.

Über Nacht im Kühlschrank auftauen

Planen Sie das Auftauen immer einen Tag vorher. Nehmen Sie die benötigte Menge am Abend aus dem Gefrierfach und entfernen Sie die Verpackung. Legen Sie das Futter in eine Schüssel aus Glas oder Porzellan. Diese Materialien geben keine Stoffe an das Fleisch ab und lassen sich gründlich reinigen.

Decken Sie die Schüssel locker mit einem Teller oder einem sauberen Tuch ab. So kann Luft zirkulieren. Das Fleisch trocknet nicht aus, und Gerüche breiten sich nicht in der Umgebung aus. Am nächsten Morgen ist die Mahlzeit fertig aufgetaut und kann in den Napf gegeben werden. Was nach der Fütterung übrig bleibt, werfen Sie weg. Eine aufgetaute Portion frieren Sie nicht erneut ein.

Portionen vorbereiten, bevor sie einfrieren

Wenn Sie täglich etwa die gleiche Menge füttern, sparen Sie sich später Arbeit, wenn Sie das Frostfutter direkt nach dem Kauf in Portionsgrößen teilen. Schneiden Sie die gefrorene Wurst oder den Beutelinhalt in mehrere Stücke und frieren Sie jedes einzeln in einem Gefrierbeutel ein. So brauchen Sie für eine Mahlzeit nur einen Beutel und müssen nicht die ganze Packung antauen.

Beschriften Sie die Beutel mit einem wasserfesten Stift mit Inhalt und Einfrierdatum. Das ist besonders hilfreich, wenn Sie verschiedene Sorten kaufen oder der Beutel nicht mehr lesbar ist. In der Küchenroutine bedeutet das: Am Abend einen Beutel aus dem Gefrierfach nehmen, in eine Glasschüssel legen, das war es. Der ununterbrochen gekühlte Vorrat bleibt dabei im Gefrierfach unangetastet.

Hygieneregeln für die Küche

Da Frostfutter rohes Fleisch ist, gelten dieselben Regeln wie bei der Zubereitung von Lebensmitteln. Waschen Sie sich nach dem Umgang mit dem Frostfutter die Hände gründlich. Schneidebrett, Messer, Schüsseln und alle anderen Utensilien, die mit dem Fleisch in Kontakt kommen, spülen Sie heiß ab oder geben Sie sie in die Spülmaschine.

Nasse Flecken und abgetropftes Auftauwasser sind eine häufige Fehlerquelle. Stellen Sie die Schüssel beim Auftauen nicht direkt auf die Arbeitsplatte, sondern auf ein Geschirrtuch oder in eine zweite, flachere Schüssel. Wischen Sie Rand und Fläche anschließend mit einem heißen Spültuch ab. Diese einfache Routine verhindert, dass Keime vom Fleisch auf andere Lebensmittel oder die Hunde-Schüssel gelangen.