Das richtige Hundebett für ältere Hunde

Mit dem Alter verändern sich Schlafverhalten und Beweglichkeit des Hundes. Gelenkprobleme, Arthrose und nachlassende Muskelkraft schränken den Hund ein; er sucht häufiger einen weichen, warmen Platz zum Ausruhen. Ein ungeeignetes Bett verstärkt diese Beschwerden, weil die Liegefläche Druckstellen erzeugt und die Gelenke einseitig belastet. Beim Kauf sollten Sie auf drei Punkte achten: Einstiegshöhe, Festigkeit der Unterlage und Pflegeleichtigkeit des Bezugs.

Die richtige Einstiegshöhe

Ein älterer Hund hat oft Probleme, in ein hohes Bett zu klettern oder sich aus einem tiefen, weichen Kissen zu erheben. Wählen Sie die Einstiegshöhe so, dass der Hund ohne Sprung hinein- und herauskommt. Bei großen Rassen wählen Sie ein Bett mit niedrigem Rand oder eine orthopädische Liegefläche, die direkt auf dem Boden liegt. Bei kleinen Hunden hilft ein leicht erhöhter Rand dem Hund, die Grenzen des Bettes zu spüren, solange er nicht höher ist als die Vorderbeine des Hundes.

Ein häufiger Fehler ist, ein Bett mit hohem Rand zu kaufen, weil es gemütlich aussieht. Für einen Hund mit schmerzenden Gelenken wird dieser Rand zur Barriere. Messen Sie vor dem Kauf die Beinlänge Ihres Hundes und achten Sie darauf, dass der Einstieg nicht mehr als ein Drittel dieser Länge beträgt. Einige Hersteller bieten Betten mit abgeschrägtem Rand an, der den Einstieg erleichtert und trotzdem als Kopfstütze dient.

Feste Unterstützung für Gelenke

Orthopädische Hundebetten verteilen das Gewicht des Hundes gleichmäßig und verhindern Druckpunkte, die die Durchblutung beeinträchtigen und Gelenkschmerzen verstärken. Der Kern solcher Betten besteht meist aus hochwertigem Visko- oder Kaltschaum, der sich dem Körper anpasst, ohne zu stark nachzugeben. Ein zu weiches Bett stützt den Hund nicht, er sinkt ein und die Gelenke liegen in einer unnatürlichen Position.

Achten Sie beim Kauf auf die Dichte des Schaums. Ein hochwertiger Kern behält über Jahre seine Form, während billige Füllungen schnell verklumpen und Mulden bilden. Eine Faustregel: Wenn Sie mit der Hand fest auf das Bett drücken, sollte der Schaum langsam zurückschnellen und nicht sofort nachgeben. Bei Hunden mit Arthrose kann eine zusätzliche Wärmespeicherung im Schaum steife Gelenke lockern. Achten Sie aber darauf, dass der Hund nicht überhitzt.

Pflegeleichte Bezüge

Ältere Hunde verlieren häufiger Haare, sabbern mehr und haben manchmal Blasenschwäche. Ein abnehmbarer und waschbarer Bezug ist deshalb notwendig. Viele orthopädische Betten haben einen Reißverschluss, mit dem Sie den gesamten Bezug abnehmen und bei niedriger Temperatur in der Maschine waschen können. Achten Sie darauf, dass der Bezug nach dem Waschen nicht einläuft und der Reißverschluss stabil ist.

Zusätzlich zum waschbaren Bezug sollten Sie eine wasserdichte Unterlage oder einen separaten Schutzbezug zwischen Hund und Schaumkern legen. Den Kern selbst können Sie meist nicht waschen. Ein durchfeuchteter Schaum beginnt zu riechen und verliert seine Stützfunktion. Einige Hersteller bieten Bezüge aus Mikrofaser oder Kunstleder an, die besonders leicht abwischbar sind. Prüfen Sie aber, ob das Material atmungsaktiv bleibt, damit sich keine Feuchtigkeit unter dem Hund staut.