BARF für Katzen: So gelingt die Rohfütterung im Alltag

BARF steht für „biologisch artgerechte Rohfütterung“. Katzen fressen rohes Fleisch, Innereien, fleischige Knochen und etwas Ballaststoffe. Rohes Fleisch ist nicht lange haltbar. Wer einmal im Monat einkauft, in Portionen einfriert und täglich nur noch auftaut, hält den Aufwand pro Tag klein.

Die Zusammensetzung einer BARF-Ration

Eine BARF-Ration besteht aus mehreren Komponenten. Den größten Teil macht rohes Fleisch aus. Dazu kommen Innereien wie Leber oder Niere, fleischige Knochen und ein kleiner Anteil Ballaststoffe, zum Beispiel aus Gemüse oder Obst. Fleischige Knochen sind Knochen, an denen noch genug Fleisch hängt, sodass die Katze beides zusammen aufnimmt.

Die genaue Zusammensetzung ist keine feste Formel, die für jede Katze passt. Alter, Aktivität und Gesundheitszustand beeinflussen, was die Katze braucht. Bevor Sie die erste Ration zusammenstellen, sollten Sie die Rezeptur mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt besprechen. Eine falsch zusammengesetzte Ration kann auf Dauer zu Mangelerscheinungen führen.

Die Tagesration berechnen

Für eine Katze mit vier Kilogramm Körpergewicht liegt die Tagesportion grob zwischen 110 und 130 Gramm. Die genaue Menge hängt von Aktivität, Alter und Zusammensetzung der Mahlzeit ab. Eine junge Katze, die viel herumtobt, braucht mehr als eine ruhige Seniorin. Auch der Anteil an Knochen verändert die Zusammensetzung der Ration.

Nehmen Sie die 110 bis 130 Gramm als Ausgangspunkt und beobachten Sie, ob Ihre Katze satt wird, ihr Gewicht hält und die Verdauung unauffällig bleibt. Die Futtermenge ist ein Richtwert, den Sie an die Katze anpassen sollten. Wer unsicher ist, wiegt die Katze regelmäßig und passt die Menge in kleinen Schritten an.

Den Vorrat einfrieren

Der größte Aufwand bei BARF liegt im Einkauf und in der Vorbereitung. Das tägliche Füttern selbst ist danach schnell erledigt. Viele Halter bereiten deshalb einmal im Monat oder alle zwei Monate eine größere Menge zu und frieren sie ein. So sparen Sie Zeit und haben immer eine passende Mahlzeit im Gefrierschrank.

Teilen Sie das Fleisch vor dem Einfrieren in Portionen. Wer ein großes Stück Fleisch oder einen ganzen Behälter Innereien einfriert, bekommt später einen festen Klumpen, der erst antauen muss, bevor Sie ihn portionieren können. Dann müssen Sie vor jeder Mahlzeit warten, bis der Klumpen weich genug ist.

Portionieren mit Gefrierdosen

Für einzelne Portionen eignen sich kleine, viereckige Gefrierdosen mit 125 oder 250 Millilitern Inhalt. Sie stapeln sich platzsparend und sind groß genug für die Tagesration einer Katze von etwa vier Kilogramm. Beschriften Sie die Dosen mit Inhalt und Datum, damit Sie später wissen, was Sie auftauen.

Wer die Menge flexibel halten möchte, kann die Portionen auch flach in Gefrierbeuteln einfrieren. Flache Beutel lassen sich später leichter teilen, wenn die Katze mehr oder weniger braucht. In beiden Fällen sollte die Portion klein genug sein, um sie direkt aufzutauen und zu füttern.

Kleine Portionen im Kühlschrank

Wer nicht so viel auf einmal einfrieren möchte, kann alle zwei bis drei Tage eine kleine Portion zubereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Diese Variante passt zu Haltern, die ohnehin regelmäßig einkaufen, oder zu Katzen, die erst verschiedene Fleischsorten kennenlernen sollen. Die Portionen sollten Sie dann zügig verfüttern, und rohes Fleisch gehört bis zum Füttern in den Kühlschrank.

Hygiene bei rohem Fleisch

Rohes Fleisch verlangt ein paar Grundregeln in der Küche. Tauen Sie Futter im Kühlschrank auf, nicht bei Zimmertemperatur, und frieren Sie aufgetaute Portionen nicht erneut ein. Arbeitsfläche, Messer und Dosen, die mit rohem Fleisch in Kontakt kommen, sollten Sie heiß abspülen. Auch die Näpfe der Katze gehören nach jeder Mahlzeit in die Spüle.