Tierbestattung: Ihre Möglichkeiten

Wenn ein Haustier stirbt, müssen Halter in Deutschland wählen, wie sie das Tier bestatten: Kremierung, Beerdigung auf einem Tierfriedhof oder Abgabe an eine Tierkörperbeseitigungsanlage. Welche Option passt, hängt von den eigenen Wünschen, den Kosten und den rechtlichen Vorgaben ab.

Kremierung: Ablauf und Kosten

Die Kremierung ist die häufigste Form der Tierbestattung. Dabei wird der Tierkörper in einem speziellen Krematorium eingeäschert. Die Asche bekommen Sie in einer Urne oder verstreuen sie an einem Ort Ihrer Wahl. Viele Anbieter bieten eine Einzelkremierung und eine Sammelkremierung an. Bei der Einzelkremierung wird Ihr Tier allein eingeäschert, sodass Sie die Asche eindeutig zuordnen können. Bei der Sammelkremierung werden mehrere Tiere gemeinsam eingeäschert. Das ist günstiger, aber Sie bekommen keine individuelle Asche zurück.

Die Kosten für eine Kremierung hängen in der Regel vom Gewicht des Tieres ab. Ein Beispiel: Der Anbieter ROSENGARTEN Tierbestattung wiegt das Tier im eigenen Tierkrematorium auf einer geeichten Waage und berechnet den Preis nach diesem Gewicht. Dieses Gewicht kann von der Messung in einer Tierarztpraxis abweichen. Dadurch können sich die Kosten ändern. Die Preisliste von ROSENGARTEN:

Gewicht Preis
unter 1 kg 230,00 €
bis 4 kg 320,00 €
bis 10 kg 350,00 €
bis 16 kg 390,00 €
bis 22 kg 420,00 €
bis 45 kg 440,00 €
ab 45 kg 460,00 €

Zusätzlich können eine Abholung für 75,00 € und ein Wochenend- und Feiertagszuschlag von 70,00 € anfallen. ROSENGARTEN verzichtet bewusst auf Paketpreise und berechnet nur die tatsächlich entstehenden Kosten. So wissen Sie genau, wofür Sie zahlen, und müssen keine versteckten Gebühren befürchten.

Erdbestattung auf dem Tierfriedhof

Eine Alternative zur Kremierung ist die Beerdigung auf einem Tierfriedhof. Dort bekommt Ihr Tier ein eigenes Grab. Sie können es mit einem Grabstein oder einer Gedenktafel gestalten. Tierfriedhöfe bieten unterschiedliche Grabgrößen an, je nach Größe des Tieres. Der Tierfriedhof Stuttgart nennt zum Beispiel diese Größen: Klein (ca. 30×40 cm), Mittel (ca. 40×60 cm), Groß (ca. 50×80 cm) und Maxi (ca. 70×140 cm). Die Preise dienen als Orientierung. Sie werden individuell nach Rücksprache mit Ihren Anforderungen vereinbart.

Ein freistehendes Grab auf dem Tierfriedhof Stuttgart hat eine Laufzeit von 5 Jahren und kann verlängert werden. Sie können außerdem ein größeres Grab reservieren, um später weitere Tiere gemeinsam beerdigen zu lassen. Das kann sinnvoll sein, wenn Sie mehrere Haustiere haben und sie an einem Ort zusammen bestatten möchten.

Tierkörperbeseitigung: Wann sie Pflicht ist

Nicht alle Tiere dürfen auf einem Friedhof oder im Krematorium bestattet werden. Tierkörper, von denen ein erhöhtes Krankheits- oder Seuchenrisiko ausgeht, sowie Tiere aus der Land- und Forstwirtschaft und industrielle Schlachtabfälle gehören in die Tierkörperbeseitigungsanlagen. Diese werden umgangssprachlich auch als Abdecker oder Wasenmeister bezeichnet. Die Anlagen beseitigen Tierkadaver und schützen so vor Tierseuchen.

Für Haustiere wie Hunde, Katzen oder Kleintiere ist die Tierbestattung in der Regel die würdevolle Alternative zur Tierkörperbeseitigung. Bei Großtieren wie Pferden können jedoch gesetzliche Sonderregelungen gelten, die eine Bestattung einschränken oder ausschließen. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Tier bestattet werden darf, fragen Sie am besten direkt bei einem Bestattungsunternehmen oder Ihrer zuständigen Behörde nach.

Was Sie bei der Tierbestattung beachten sollten

Bevor Sie sich für eine Bestattungsart entscheiden, klären Sie einige praktische Punkte. Vergleichen Sie die Preise verschiedener Anbieter in Ihrer Region, da sie stark variieren können. Fragen Sie nach, ob die Abholung des Tieres im Preis enthalten ist oder ob Sie extra zahlen müssen. Klären Sie auch, ob Sie die Asche nach der Kremierung zurückbekommen möchten und ob der Anbieter eine Einzelkremierung anbietet.

Einige Bestattungsunternehmen bieten zusätzlich Trauerbegleitung an. Die Kleintierbestattungen Petra Wieneke in Detmold beispielsweise unterstützt Hinterbliebene bei emotionalen Fragen und übernimmt alle organisatorischen Schritte. Das kann in einer schwierigen Zeit eine große Entlastung sein. Manche Anbieter ermöglichen es auch, die Asche des Tieres an einem besonderen Ort zu verstreuen, etwa in einem Rosengarten mit eigenem Kleintierkrematorium, wie es Petra Wieneke anbietet.